Importpraxis: Wie schnell Einkäufer zu Exporteuren werden

Reklamationen machen Einkäufer schnell zu Exporteuren. Der Zoll kennt für solche Sonderfälle keine beschleunigten Verfahren. Wer beispielsweise einen Container falsch gelieferter oder mangelhafter Handys nach Taiwan zurückschicken muss, wird ebenso behandelt, als wenn er sie nach dort verkauft. Zu seinem Ärger kommt viel zusätzliche Arbeit wie: Ausfuhr anmelden, eine die Waren begleitende Rechnung aufsetzen, Antrag auf Rückerstattung der bereits gezahlten Zölle und EUST stellen. Die bemängelte Ware muss natürlich komplett und bis auf ein paar Prüfmuster unberührt sein. Aufgerissene Verpackungen sehen die Zöllner nämlich gar nicht gern. Der Rücktransport darf auch erst dann erfolgen, wenn der Zoll seine Stempel auf alle Papiere gedrückt hat.

Beachten Sie: Sofern im Liefervertrag kein Reklamationsfall berücksichtigt ist, müssen Sie mit Ihrem Zulieferer auch noch klären, wer die Frachtkosten übernimmt, wann die Ersatzlieferung erfolgt, ob Regresskosten anfallen u. a.

Größter Knackpunkt dürften dabei die Frachtkosten sein. Meist müssen Sie die übernehmen – und sei es auch nur vorübergehend

Unser PRAXIS-TIPP
: Heben Sie sich immer die Kopien der Zollerklärungen auf. Sie verkürzen das Procedere erheblich.

Selbstverständlich können Sie den Gratis-Ratgeber auch unabhängig von einer Newsletter-Anmeldung anfordern. Schreiben Sie uns dazu bitte eine kurze E-Mail mit Link zu dieser Seite.
© Copyright - Einkaufsmanager