Lieferantenkredit als Finanzierungsinstrument? Das ergibt eine Studie über das Zahlungsverhalten von Unternehmen

Der Kunde hat eine überlegene Verhandlungsposition. Bei den Zahlungsbedingungen haben sich meist die für ihn vorteilhaften Konditionen durchgesetzt. Vorauszahlungen kommen so gut wie nicht vor, Lastschriftverfahren werden selten angewandt, und Skonto wird auch dann klaglos gewährt, wenn das Zahlungsziel schon längst überschritten ist. Das ist ein zentrales Ergebnis der empirischen Studie: „Erfolgsfaktoren der Forderungsrealisation in der Unternehmenspraxis“. Unter diesem Titel haben das Institut für Unternehmensdiagnose (InDiag) der Fachhochschule Bochum und der Verein für Credit Management (VfCM), Neuss, 1.500 Unternehmen zu ihrem Zahlungsverhalten befragt. Der Einkaufsmanager hatte darüber berichtet. Das Besondere an der Herangehensweise:Erstmals wurden das Kreditorenmanagement und die Zahlungsmotivation aus Sicht der Schuldner (Kunden) untersucht. Hintergrund: Der Lieferantenkredit – sprich das Zahlungsziel, das ein Lieferant seinem Kunden einräumt – ist für viele Unternehmen heute ein unentbehrliches Finanzierungsinstrument. Aus der Studie geht hervor, dass Gläubiger oft lange Zahlungsziele und Lieferantenkredite einräumen – und das ohne Absicherungen. So muss nur knapp ein Drittel der Befragten vor der Gewährung von Lieferantenkrediten über Sicherheiten verhandeln.

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