Rezessions-Management: Verträge aufheben

In einem Aufhebungsvertrag (auch: Auflösungsvertrag) wird die einvernehmliche Beendigung eines Schuldverhältnisses, also ein Kauf- oder Werkvertrag, vertraglich geregelt.

Beachten Sie: Grundsätzlich gilt bei Aufhebungsverträgen Vertragsfreiheit. Es gibt also keinerlei Fristen oder Termine, die eingehalten werden müssen. Ausgleichszahlungen können, müssen aber nicht vereinbart werden. Geschlossene Verträge sind von den Vertragsparteien generell einzuhalten. Dieser von den Gerichten durchgängig vertretene Grundsatz stellt die Basis für Rechtssicherheit im Vertragsrecht dar. Deshalb kann ein Vertragspartner davon ausgehen, dass im Zweifelsfall das Gericht die Gültigkeit des zugrunde liegenden Vertrages feststellen wird.

Trotzdem gibt es im Wirtschaftsleben viele Gründe, um in beiderseitigem Einvernehmen oder einseitig einen geschlossenen Vertrag aus der Welt zu schaffen. Die Redaktion des Einkaufsmanager gibt Tipps, was es hier zu beachten gibt.Im Rahmen der Vertragsfreiheit können die Vertragsparteien jederzeit einen Aufhebungsvertrag schließen und damit in eine Rückabwicklung bzw. Vertragsbeendigung eintreten. Ebenso steht es den Vertragsparteien offen, bereits bei Vertragsschluss eine Widerrufsmöglichkeit für die Zukunft bedingungsabhängig oder von einer Bedingung unabhängig zu vereinbaren. Insbesondere bei Dauerschuldverhältnissen wie z. B. Mietverträgen über Gewerbeimmobilien oder Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Anlagen sind Kündigungsfristen als Bedingung üblich.

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