Sonderziehungsrechte: Eine Alternative zum Dollar?

Seit 1969 gibt es das so genanntes Sonderziehungsrecht (SZR; englisch: Special Drawing Right = SDR). Mit ihm wollte der Internationale Währungsfond (IWF) ein internationales Währungssystem schaffen, das den Welthandel erleichtert. Geplant war, die Einlagen der beteiligten Länder mit Gold oder allgemein anerkannten Devisen wie dem Dollar abzusichern.Festgelegt war 1 SZR einst mit 0,888671 Gramm Gold, was damals genau 1 $ entsprach. Mit dem Ende fester Wechselkurse Anfang der 1970er-Jahre wurde es um das Sonderziehungsrecht aber ziemlich still. Nicht zuletzt, weil sich Gold und Dollar als untaugliche Sicherungsmittel erwiesen hatten. Als künstliche Währungseinheit, die nicht am Devisenmarkt gehandelt wird, spielte das Sonderziehungsrecht lange Zeit nur noch eine untergeordnete Rolle als Reservemittel.

Erst die wieder aufgeflammte Diskussion um eine neue Leitwährung hat das SZR wieder aus der Versenkung geholt. Heute basiert sein Wert auf einem Durchschnitt von Dollar (44 %), Euro (34 %), Yen und britischem Pfund (je 11 %). Der Kurs wird täglich um 12 Uhr an der Londoner Börse ermittelt. Zurzeit ist ein SZR rund 1,5067 $ wert

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