Was Sie als Einkäufer jetzt über die Wirtschaftskrise wissen müssen

Die Krise in der Weltwirtschaft weitet sich aus: Allein der drastische Einbruch der Frachtraten auf den Weltmeeren zeigt, wie stark die konjunkturellen Bremsspuren bereits jetzt sind. So stürzte der Baltic-Dry-Frachtindex von seinem Allzeithoch am 20. Mai 2008 bis Ende Oktober um unvorstellbare 92,8 % ab. Das spricht Bände. Dieser Index misst, welche Mengen an industriell wichtigen Basisstoffen wie Kohle oder Eisenerz über die Weltmeere transportiert werden.Jens Holtmann, Chefredakteur des Informationsdienstes Einkaufsmanager zur aktuellen Lage: Einbrüche dieses Ausmaßes hat es noch niemals gegeben. Und auch aus der noch bis vor wenigen Wochen so selbstsicheren Industrie hagelt es erste Horrormeldungen, so Anfang November: BMW gab einen Gewinneinbruch im dritten Quartal um 63 % gegenüber dem Vorjahr bekannt, der US-Autobauer General Motors verkaufte im Oktober 45 % weniger Fahrzeuge als im entsprechenden Vorjahresmonat. Auch die Einkaufsmanager-Indices sind weltweit extrem eingebrochen. So erreichte der US-ISM-Index mit 38,9 den tiefsten Stand seit 1982. Der deutsche Wert sank im Oktober auf 42,9 von zuvor 47,4.

Mehr zum Thema Einkaufen in der Rezession

Einkaufen in der Rezession: Nutzen Sie fallende Rohstoffpreise zur KostensenkungChina – Kehrtwende bei der ExportsteuerDie Krise lässt die Preise fallen

© Copyright - Einkaufsmanager