Vergessen Sie die Zusatzkosten nicht!

Waren gut und günstig im Ausland zu beschaffen ist nur die halbe Rechnung. Sie haben auch einiges auf die diversen Zahltische zu legen. Je nachdem, wie Sie Ihre Lieferverträge ausgehandelt haben, sind das im Wesentlichen 6 Kostenfaktoren:1. Frachtkosten
Lkw, Eisenbahn, Schiff, Flugzeug, aber beispielsweise auch eine Lieferung per Pipeline; Zuschläge für besondere Leistungen wie Eil-, Sperrigkeits-, Schwergut- und Gefahrgutzuschläge sowie Hafen- und Flughafengebühren.

Aktuelles Preisbeispiel: Die Frachtrate für einen 20-Fuß-Container von Yokohama/ Japan nach Hamburg beträgt bei Hapag-Lloyd gegenwärtig 2.100 US-$
(mehr Infos unter: www.hapaglloyd.de/de/tariffs/ocean_rates_and_surcharges.html).

2. Versicherungskosten
Transportversicherung

3. Speditionskosten
Provisionen für die Vermittlung von Frachtverträgen Aufwendungen des Spediteurs für andere Dienstleistungen wie etwa Verzollungsgebühren in Drittländern, Courtage eines Schiffsmaklers, Kosten für das Ausstellen von Frachtpapieren u. a.

4. Mieten
Für Beförderungsmittel (insbesondere Container und Paletten).

5. Ladekosten
Ver- oder Beladung Ihrer Lieferung bis hin zur Entladung auf Ihrem Betriebshof Umladungen, zum Beispiel vom Frachtcontainer auf einen Lkw Zwischenlagerungen (Hafendepots oder Zollstellen) 6. Behandlungskosten
Kühl- oder Beeisungskosten für verderbliche Waren (Fleisch, Fische) Fütterungs- und Tierarztkosten für lebende Tiere Aussortier- und Umpackkosten für Waren (Obst, Gemüse), die auf dem Transport verdorben sind Beachten Sie: Diese Posten sind auch für die anfallenden Zollgebühren von Wichtigkeit. Nach Artikel 32 Abs.1 Zollkodex (ZK) werden beispielsweise bei der Ermittlung des Zollwerts alle Transportversicherungen zum eigentlichen Einkaufspreis hinzugerechnet.

Ohne Relevanz sind für den Zoll dagegen mögliche Reise-, Anwalts- und Übersetzungskosten – für Ihre Einkaufskalkulation aber nicht!

Nie ohne Incoterms
Nur ein wenig Mühe kostet das exakte Einhalten der Incoterms. Bei teuren und hochsensiblen Waren ist es durchaus auch sinnvoll, dass ein Mann vor Ort, z. B. ein landeskundiger Agent, das ordnungsgemäße Verpacken und Verladen überwacht – und dokumentiert (mit Fotos, Protokoll und Unterschrift).
Mit dieser Maßnahme
verhindern Sie, dass falsche oder beschädigte Waren auf Reisen gehen, können Sie verdeckte Schäden besser einklagen, wird Ihr Warentransport, für den Sie keinen Versicherer finden, um etliches risikoärmer. Auf Nummer sicher
Mutter aller deutschen Transportversicherungen sind die Allgemeinen Deutschen Seeversicherungsbedingungen (ADS) aus dem Jahr 1919. Sie waren das erste Regelwerk, das seinerzeit verbindliche Versicherungsrichtlinien für den (See-)Transport von Gütern festschrieb. Immer wieder überarbeitet, zuletzt als „Version 1.2.1.08 Warenversicherung – DTV-Güter 2000/2008”, sind sie Grundlage einer jeden Versicherungspolice. Im klassischen Fall werden sie bestimmt durch:
Transportgut (Güterversicherung) Transportmittel (Kaskoversicherung) Transportweg (Risiken und Gefahren) Versichertes Interesse (engl.: interest insured) Haftungsgrundlagen und -einschränkungen Versicherungsdauer Das große Geschäft
Dass Transportschäden nicht nur ein großes Problem sein können, sondern auch ein großes Geschäft, haben Dienstleister schon vor Jahrhunderten erkannt. Allen voran die Versicherungsbranche. Heute ist der deutsche Transportversicherungsmarkt einer der bedeutendsten der Welt. Gut 100 Versicherer werben um die Gunst von Einkäufern und Spediteuren, darunter die Platzhirsche Allianz und AXA mit einem Marktanteil von 13,9 bzw. 12,9 %.

Versicherungsbeispiel: Gothaer Versicherung
Bedingt durch den gesetzlichen Rahmen bieten mehr oder weniger alle Versicherungen vergleichbare Leistungen mit ähnlichen Preisniveaus an. Unterschiede gibt es vor allem in den Zusatzleistungen, die individuell ausgehandelt werden müssen.

Bei der Gothaer Allgemeine Versicherung AG ist die weltweite Beförderung samt Lagerung versichert. Durch individuelle Vereinbarungen können Sie den Versicherungsschutz erweitern oder einschränken. Nicht abgedeckt sind Schäden durch:
Kriege/Aufruhr Streiks/Arbeitsunruhen terroristische/staatliche Gewalthandlungen Beschlagnahme Reiseverzögerung (Verderb) unsachgemäße Verpackung/Verladung Weitere Details unter: www.gothaer.de

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