Logistik: Die Preise steigen wieder

Auf dem europäischen Logistikmarkt sind die Preise nicht mehr weit vom 2008er-Niveau entfernt.Hatten die Transportpreise im Februar 2009 mit einem Indexwert von 23 Punkten (von 100) ihren Tiefpunkt erreicht, ist davon nach genau einem Jahr nichts mehr übrig geblieben. Was sich zum Ende des Jahres 2009 andeutete, setzt sich im 1. Quartal 2010 fort: Einkäufer müssen inzwischen fast wieder Vor-Krisen-Preise bezahlen!

Geschuldet ist diese Entwicklung vor allem den Entwicklungen der asiatischen Stahlmärkte. Mit ihren aufgestockten Produktionszielen fragen die indischen und chinesischen Stahlkocher nicht nur mehr Erze nach, sondern auch mehr Verladekapazitäten.

Von temporären Rücksetzern abgesehen, schlägt sich diese Entwicklung auch beim Baltic Dry Index (BDI, www.bal ticexchange.com) nieder. Seit Jahresanfang zeigt der eindeutig nach oben. Einen täglichen bzw. wöchentlichen Überblick der BDI-Indexentwicklungen bietet Ihnen auch der Web-Dienst (auf Englisch) http://stockcharts.com/h-sc/ui.

Der BDI ist ein wichtiger Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern und gilt als besonders anfällig für konjunkturelle Schwankungen in Schwellenländern wie China und Indien.

Aktuelle Preisbeispiele:
Time:matters (www.time-matters.com) transportiert einen Herzschrittmacher innerhalb von 3 Stunden von Toulouse nach Frankfurt/Main. Preis: 432 €.FedEx (www.fedex.com/de) fliegt ein 50 kg Paket von Rio de Janeiro nach Hamburg für 1.255 BRL (493 €).

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