Produktpiraterie: Unschuld schützt nicht vor Strafe!

Nirgendwo auf der Welt werden mehr Ideen geklaut und Produkte gefälscht als in Russland und China. Jahr für Jahr beschlagnahmt der deutsche Zoll importierte Plagiate im Wert von über 200 Mio. €! Als Einkäufer stehen Sie da in der Pflicht. Denn auch der unwissentliche Erwerb von gefälschten Waren kann für Ihr Unternehmen weit reichende finanzielle Konsequenzen haben. Bemerkt der Endkunde nämlich die Fälschung, z.B. bei einer Reparatur oder Havarie, kann er bei Ihnen hohe Schadensersatzforderungen einklagen.Um sich vor Regressansprüchen zu schützen, ist eine solide Vertragsgestaltung das A und O eines jeden Einkaufs (nicht nur in China oder Russland). Mit der richtigen Wahl des Gerichtsstands und des Verfahrens zur Streitbeilegung, den Regelungen zur Freistellung und der genauen Beschreibung der Ware verstopfen Sie auch Winkeladvokaten alle Schlupflöcher.

Praxis-Tipp: Unangekündigte Lieferantenbesuche eignen sich besonders gut, um ungefilterte, vor allem ungeschönte Informationen über Produkt und Hersteller zu erhalten. Hohe Reisekosten sollten niemand von so einem Besuch abhalten, sind sie doch nur Peanuts gegenüber einer möglichen Schadensersatzklage.

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