Trump droht mit Strafzöllen!

Trump droht mit Strafzöllen!

Die Lockerung der wirtschaftlichen Beziehungen könnte einen Rückfall in alten Zeiten erleben. Schon beim Lesen der ersten Ankündigungen werden sich manchem Funktionär in Peking die Nackenhaare aufstellen. Strafzölle in Höhe von 45 % auf Produkte „Made in China“?Eine Vorstellung, an die chinesische Unternehmen mit Grauen denken, hatte man doch gerade erst mühsam an einer besseren Zusammenarbeit mit den Regierungen der globalen Zielmärkte gearbeitet. Sollte Trump seine Ankündigungen in die Tat umsetzen, sähe sich Chinas Wirtschaft massiv unter Druck gesetzt. Die Hoffnungen beruhen darauf, dass der designierte US-Präsident bedächtig agiert und seine Wahlkampfversprechen nicht zu strikt umsetzt.

Auch militärisch könnte ein neuer Wind aus Washington wehen

Die Bedenken aus dem Reich der Mitte sollten aber auch nicht überbewertet werden. Denn Chinas politische Spitze weiß sehr wohl um die eigenen Stärken. Und der US-Präsident hat schon in seinen ersten Statements nach dem Wahlerfolg erkennen lassen, dass er bisher wohl keine genaue Vorstellung davon hat, wie er Chinas Macht einen Riegel vorschieben kann. Nichtsdestotrotz: Es steht einiges auf dem Spiel. Für Unmut sorgte gewiss der diplomatische Kontakt Trumps mit der Führung Taiwans vor seiner Vereidigung. Für Peking war dies fraglos ein echter Affront, akzeptiert man das Land doch nach wie vor lediglich als chinesische Provinz.

Chinas Führung strebt selbst eine neue Wirtschaftsausrichtung an

Andererseits: Das Drohen mit einem Handelskrieg kennt man in China gut. Auch ist es keineswegs die erste Drohung Amerikas. Angst vor dem Druck hat Peking inzwischen nicht mehr, man ist sich der eigenen Stärke bewusst. Selbst die Strafzölle auf billige China-Importe könnten ohne Auswirkungen bleiben. Denn von diesem Billig-Image möchte sich die Volksrepublik ohnehin allmählich verabschieden – hin zu einem modernen Dienstleistungsstaat mit Innovationscharakter.

Faktisch könnte Trumps Konzentration auf die USA China mehr internationale Aufmerksamkeit als potenzieller Handelspartner und stärkerer Wegbereiter der Globalisierung einbringen. Der fortgesetzte militärische Rückzug der US-Truppen aus vielen Bereichen Asiens könnte China ebenfalls mehr Gewicht in den betreffenden Regionen verleihen.

China und USA brauchen einander wirtschaftlich

Am ehesten ließe sich wohl sagen, dass – ganz gleich, welche Maßnahmen Trump wirklich umsetzen wird – weder die USA noch China von einem Handelskrieg mit harten Bandagen profitieren werden. Die inzwischen existierenden wechselseitigen Abhängigkeiten beider Volkswirtschaften können auf keiner Seite ignoriert werden und werden mitentscheiden, welche Richtung nach Trumps Amtseintritt eingeschlagen wird.

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