Motivation im Einkauf: So spornen Sie Ihre Lieferanten mit einer Lieferanten-Olympiade zu Höchstleistungen an

Bei den olympischen Spielen wetteifern Athleten aus aller Welt um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Oft haben diese Sportler jahrelang auf dieses Ereignis hingearbeitet. Wie motivieren sich diese Athleten? Sicher: Den siegreichen Sportlern winken Werbeverträge etc. Aber das ist sicher nicht alles. Siegen zu wollen, immer der Erste zu sein, ist eine tief verankerte Triebfeder im Menschen.Viele große Unternehmen machen sich dies in der Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten zunutze, indem sie sie für besonders gute Leistungen auszeichnen.

So vergibt Toyota in Nordamerika beispielsweise jedes Jahr am Lieferantentag den ‚TEAM Award‘ für ganz hervorragende Zulieferleistungen und zeichnet mit dem ‚Superior Award‘ weitere besonders leistungsstarke Lieferanten aus. Es werden medienwirksam schöne Pokale und Urkunden an die Führungskräfte der Zulieferer verteilt.

Das Ziel ist klar: Neben dem Dank für die geleistete Arbeit soll natürlich der Ehrgeiz der Zulieferer weiter angestachelt werden.Wer möchte schon schlechter abschneiden als beim letzten Mal? Wer einmal Lieferant des Jahres war, der gibt diesen Titel nur ungern wieder

Die Einkaufsmanager-Redaktion gibt folgende Tipps für die Durchführung einer solchen „Lieferanten-Olympiade“:

Sieger-Kategorien Ihrer Lieferanten-Olympiade

Neben einem Gesamtsieger küren viele Unternehmen weitere Lieferanten in verschiedenen ‚Disziplinen‘. Einige Beispiele: ‚Qualität‘, ‚Innovation‘, ‚Liefersicherheit‘, ‚Technologie‘, ‚Logistik‘, ‚Service/Dienstleistung‘, ‚Kosten‘, ‚Antwortzeit‘
Praxis-Tipp: Wählen Sie die für Sie wichtigen Kategorien.Wie sie heißen, ist gar nicht so wichtig.

Loben zieht nach oben

Jeder Mensch wird gerne gelobt und belohnt. Nutzen Sie diese Kraft unbedingt. Laden Sie Ihre Hauptlieferanten (und alle, die das Potenzial dazu haben, es zu werden) ein und zeichnen Sie die besten vor ‚versammelter Mannschaft‘ aus. Wenn Sie es etwas stiller mögen, dann besuchen Sie die Preisträger, um das Lob vor Ort zu präsentieren. Sie unterstreichen mit dieser Geste zusätzlich den besonderen Wert der Geschäftsbeziehung. Wahrscheinlich wirken die kleinen Gesten sowieso besser als große ‚Jubel-Treffen‘ .

Pomp ist unpassend

Imitieren Sie die Einkaufsinstrumente der Großen nicht unüberlegt. Schauen Sie sich nur das Beste ab und passen Sie die Methoden Ihrer (mittelständischen) Einkaufswelt an. Also Adaptieren (anpassen) durch Transformieren (umwandeln). Von zentralerWichtigkeit ist, dass ausnahmslos alle Lieferanten die ‚Leistungs-, Bewertungs- und Auszeichnungs-Spielregeln‘ vorher kennen:
1. Die Lieferantenleistungen werden regelmäßig (z. B. halbjährlich) und systematisch (mit einem Verfahren) bewertet.
2. Die Lieferanten müssen Ihr Bewertungsverfahren und vor allem Ihre Bewertungskriterien
(den Leistungsmaßstab) genau kennen.
3. Die Lieferanten müssen vorher wissen, dass sie einen ‚Preis‘ gewinnen können.
4. Die Lieferanten müssen ebenso vorher wissen, dass es eine ‚Schwarze Liste‘ gibt.

Praxis-Tipp: Verzichten Sie gegenüber Lieferanten auf alles, was dort die Frage/den Gedanken provozieren könnte: ‚Haben die Lieferanten das alles bezahlt?‘. Je weniger Nachfragemacht Sie besitzen, desto wichtiger ist es, dass Sie die Marktkraft Wettbewerb geschickt nutzen. Wie heißt es doch so schön: Konkurrenz belebt das Geschäft!

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