Web-Recherche: Praktische Tipps und Tricks für die tägliche Daten- und Lieferantensuche

Eine Stunde im Web gesucht und nichts gefunden – außer unüberschaubare Trefferlisten? Sicher ist es Ihnen auch schon so ergangen. Das Internet mit seinen verschiedenen Suchhilfen ist mittlerweile das Recherche-Werkzeug Nummer 1 im Einkauf. Firmennachschlagewerke und Lieferantenverzeichnisse auf CD-ROM können getrost eingemottet werden.Für die Suche nach neuen Lieferanten sind die Online-Lieferantendatenbanken als direkte Nachfolger der Bücher und CDs die 1. Wahl. Im Vergleich zu einer Suchmaschine oder einem Web-Katalog finden Sie in einer Lieferantendatenbank bereits vorsortierte Informationen.

Außerdem ist die Bedienung der Lieferantenverzeichnisse in den meisten Fällen einfacher und komfortabler. So bietet Ihnen beispielsweise die bekannteste deutsche Lieferantendatenbank – www.wlw.de – neben einer Postleitzahlensuche und anderen speziellen Kriterien die nützliche Funktion „Anfrage an alle“ per E-Mail.

Möchte man nicht nur innerhalb von Deutschland nach passenden Lieferanten, Herstellern und Geschäftspartnern recherchieren, so bietet die internationale Lieferantensuchmaschine Industrystock.de ( http://www.industrystock.de ) eine umfassende Firmendatenbank mit über 900.000 Unternehmen aus Deutschland und 14 weiteren Ländern wie beispielsweise Spanien, Frankreich, Italien, Russland, Japan und China.

Sämtliche Funktionen dieser Lieferantendatenbank sind für den Suchenden ohne Einschränkung kostenfrei.

Praxis-Tipp: Nutzen Sie für Ihre Lieferantensuche zuallererst professionelle Lieferantendatenbanken im Internet. Die Zahl der weltweit zur Verfügung stehenden Lieferantendatenbanken ist groß – keiner hat sie bisher gezählt, wahrscheinlich gibt es Hunderte, wenn nicht sogar Tausende.

Den schnellen Zugriff auf eine Vielzahl von Lieferantenverzeichnissen im Internet haben Sie unter einkauf.oesterreich.com im „Einkaufsleuchtturm“, dem größten deutschsprachigen Link-Portal für Einkäufer, unter der Rubrik „Wer liefert was?“.

8 Praxis-Tipps für eine schnelle und lohnende Recherche
1. Werden Sie sich klar darüber, was genau Sie suchen, noch bevor Sie online gehen.
2. Wählen Sie die passende Suchhilfe für die Recherche-Aufgabe aus.
3. Stellen Sie sicher, dass Sie die gewählte Suchhilfe vollständig beherrschen.
4. Verwenden Sie nicht nur einen einzelnen Suchbegriff.
5. Wählen Sie die richtigen Stich- und Suchwörter.
6. Verwenden Sie immer nur die Einzahl. Beispiel: Schiedsgericht und nicht Schiedsgerichte.
7. Seien Sie äußerst diszipliniert und konzentrieren Sie sich voll auf das, was Sie suchen. Das Internet birgt ein riesiges Ablenkungspotenzial.
8. Klicken Sie nicht in den Ergebnisseiten herum. Werden Sie nicht im 1. Drittel der Resultate-Seite fündig, überdenken Sie Ihre Suchanfrage (die verwendeten Suchwörter).

Praxis-Tipp: Bei Google spielt die Groß- und Kleinschreibung keine Rolle.

Erfolgreich recherchieren mit Google
Google ist mit mehr als 190 Mio. Suchanfragen pro Tag weltweit die Suchmaschine Nummer 1. Aus diesen und vielen anderen Gründen (keine nervige Werbung und Popups) konzentrieren wir uns auf diese Suchmaschine. Selbstverständlich gibt es unzählige andere – welche Sie verwenden, ist eine Frage Ihres persönlichen Geschmacks.

Das Eingeben von Suchwörtern in die Eingabezeile auf der Startseite ist Ihnen sicherlich bekannt. Daneben finden Sie den Link „Erweiterte Suche“, mit dem Sie komplexere Suchvorhaben starten können. Die danach erscheinende Suchmaske ist in 3 Teile gegliedert:

1. Blau hinterlegte Eingabefelder für Suchbegriffe sowie ein Auswahl-Menü für die Zahl der Ergebnisse, die pro Seite angezeigt werden sollen. Diese 4 Eingabezeilen ersparen Ihnen das Eingeben von Anführungszeichen, den OR-Operator oder das Minus-Zeichen. Wenn Sie die Suche durchgeführt haben, zeigt Ihnen Google oben auf seiner Ergebnisseite, wie es Ihre Suchbegriffe in seine „Suchsprache“ umgesetzt hat.

2. Hier können Sie Ihre Suche nach der Sprache der Ergebnisseiten, dem Dateiformat, dem Aktualisierungsdatum einer Web-Site, der Position der Suchbegriffe auf einer Seite und den Domains der Antwortseiten einschränken. Beachten Sie: Suchanfragen beschränkt Google auf die Eingabe von maximal 10 Wörtern. Bei der erweiterten Suche ist diese Grenze schnell überschritten. Google ignoriert alle Suchbegriffe jenseits dieser Grenze, zeigt dies jedoch auf der Ergebnisseite unterhalb der Eingabezeile an.

3. Dort finden Sie die seitenspezifische Suche, die Sie unabhängig von den oberen beiden Abschnitten verwenden können.

Google schlägt Alarm
Ein Werkzeug, das Sie lieben werden, ist Google Alert ( www.googlealert.com ). Hiermit können Sie sich regelmäßig automatisch per E-Mail über Google-Treffer zu bestimmten Begriffen informieren lassen.

Wenn Sie wissen möchten, wann und wo Ihr Name im Internet auftaucht, es etwas Neues über einen wichtigen Lieferanten gibt oder wenn Sie neue Infos zu einem bestimmten Thema erfahren möchten, dann ist dieses kostenlose Werkzeug genau das Richtige für Sie.

Suchwörter vorschlagen lassen
Unter www.metager.de/asso.html finden Sie den Web-Assoziater der Meta-Suchmaschine MetaGer. Wenn Sie bei einer Internet-Recherche mit Ihren Suchwörtern nicht weiter kommen, fragen Sie einfach den Assoziater.

Geben Sie ein oder mehrere Wörter ein, zu denen Sie neue oder bessere Begriffe suchen. Interessant ist auch die Weiterentwicklung, der neue Co-Assoziater. Sie finden diesen Link unterhalb des oben erwähnten Web-Assoziaters.

Einkaufen mit Froogle
Diese Produktsuchmaschine von Google befindet sich noch im Beta-Stadium. Der Name Froogle basiert auf dem englischen Wort frugal, was so viel wie sparsam oder einfach bedeutet. Wenn Sie www.froogle.de eingeben, werden Sie automatisch auf die amerikanische Seite weitergeleitet.

Diese Seite zeigt anschaulich, was auch in Deutschland in den kommenden Jahren Wirklichkeit werden wird. Wenn Sie sich über die weiteren zahlreichen Google Serviceangebote informieren wollen, können Sie dies unter www.google.com/options/ tun.

Vorsicht mit der Google-Toolbar
Google-Toolbar ist ein Browser-Plug-In, das die komfortable Nutzung aller Google-Funktionen ermöglicht. Den Link zum Download dieses Tools finden Sie auf der Startseite unterhalb der Eingabezeile.

Wenn Sie die Toolbar installieren, werden Sie darauf hingewiesen, dass die „erweiterten Funktionen“ nur unter bestimmten Voraussetzungen zur Verfügung stehen. Aus Sicht der Datenschützer ist die erweiterte Funktion „Page-Rank“ kritisch zu sehen. Haben Sie die PageRank-Anzeige aktiviert, so wird die URL der Webseite, die Sie aufrufen, an Google gesendet. Nur so ist es Google möglich, den PageRank der aufgerufenen Seite anzugeben.

Google kann zwar keine Personen identifizieren, aber da Google lange gültige Cookies setzt (zum Beispiel bis zum Jahr 2032), ist das Ermitteln eines Rechnerprofils kein Problem. An Google werden diese 4 Datenbereiche übermittelt:
1. die URL,
2. jeder Link, den Sie während des Surfens anklicken,
3. das verwendete Betriebssystem,
4. der benutzte Browser.

Über einen längeren Zeitraum hinweg entsteht so ein klares, detailliertes Bild über die Vorlieben jedes Surfers, der hinter den jeweiligen IP-Adressen steckt. Für solche Profile gibt es bestimmt eine Menge Interessenten.

Beachten Sie: Wenn Sie die Toolbar benutzen, geben Sie die Erlaubnis, dass die Google-Surfer regelmäßig nach der neuesten Version gefragt werden. Die Toolbar informiert Sie nicht über diesen automatischen Vorgang.

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