Unmotivierte Mitarbeiter: Der vergessene Kostenfaktor

Ohne engagierte Mitarbeiter wird das beste Kostensenkungsprogramm schnell zur Makulatur. Denn um Höchstleistungen zu erreichen, braucht der Mensch mehr als ein paar nette Worte oder Grünpflanzen im Büro. Er braucht vor allem Aufmerksamkeit, Anerkennung und Erfolgserlebnisse: Benennen Sie Aufgabenstellungen und Ziele klar und deutlich. Nichts ist frustrierender als ungenaue Anweisungen vom Chef. Legen Sie gemeinsam fest, welche Aufgaben der Einzelne übernimmt (Controlling nicht vergessen!). Wiederholen Sie von Zeit zu Zeit, dass Sie für Schwierigkeiten oder Unklarheiten immer ein offenes Ohr haben. Vereinbaren Sie regelmäßige Arbeitstreffen, aber nur wenn sie von allen Beteiligten gewünscht werden. Sonst sind diese Treffen Zeitverschwendung oder werden als Kontrolle missverstanden. Schaffen Sie eine Atmosphäre des Vertrauens. Delegieren Sie Aufgaben. Im Doppelpack erhöhen sich dadurch das Selbstwertgefühl Ihrer Mitarbeiter und die Identifizierung mit Team und Arbeit. Sparen Sie nicht mit Lob. Dabei geht Ehrlichkeit vor Anzahl. Lobeshymnen glaubt sowieso kein Mensch (vor allem nicht für Selbstverständlichkeiten). Wohl aber ein aufrichtiges „Also wirklich, Frau Meier, das haben Sie toll hingekriegt!“. Gehen Sie kreativ mit Präsenten um. Die Flasche Moselwein macht es nicht auf Dauer. Vor allem dann nicht, wenn Sie sie einem Biertrinker überreichen. Falls sich Mitarbeiter gegen alle Versuche sträuben, sie aus ihrem Trott zu reißen, packen Sie sie bei der Ehre. Erklären Sie ihnen, dass unter ihrer Gleichgültigkeit nicht nur die Arbeit im Team leidet, sondern auch ihr eigenes Ansehen. Kritisieren Sie aber immer nur konkretes Fehlverhalten, nie Charaktereigenschaften. Sonst geht so ein Gespräch nach hinten los.

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