Preisentwicklungen: Wie Chinas Hunger nach Rohstoffen Ihre Beschaffung verteuert

Wenn Sie in Ihrer Produktion seltene Erden wie Lanthan oder Neodym einsetzen, stellen Sie sich auf Lieferengpässe sowie steigende Preise ein und suchen mittelfristig nach neuen Bezugsquellen oder Ersatz-Technologien. Grund: Diese Metalle gibt es nur aus China, dort jedoch werden sie zunehmend für die eigene Produktion gebraucht. Beispiel: Chinas Autobauer Build your Dream (BYD) will mit einer Finanzierung des US-Investors Warren Buffett in den nächsten 15 Jahren neun Mio. Elektroautos produzieren, in denen eben diese Rohstoffe verwertet werden.

So reagieren Sie auf den Rohstoff-Engpass

Diese Metalle sind betroffen: Yttrium, Thulium und Terbium sowie Neodym, Lanthan, Zer und Europium. Damit sollten Sie rechnen: Für die drei Erstgenannten soll die Ausfuhr aus China nicht mehr möglich sein. Bei den anderen wird es Höchstmengen geben (35.000 t/p. a.). Diese Industrien sind betroffen: Hersteller von Batterien, Kondensatoren für Mobiltelefone und Magneten für Festplatten, von Supraleitern sowie Bildschirmen. Überdies Hersteller von Fahrzeugen mit Hybridantrieb sowie deren Zulieferer. Die starke Verknappung wird ab 2015 eintreten, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Ersatz für China-Bezug: Molycorp Minerals (www.molycorp.com) will die kalifornische Mountain-Pass Mine wieder in Betrieb nehmen. Zeithorizont: ab 2012.

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