Aluminium: Derzeit teurer als Blei und Zink

Rohstoffexperten gilt diese Preiskonstellation als ominös. Während die einen neue Preisauftriebe wittern, sagen die anderen das genaue Gegenteil voraus. So oder so, auf jeden Fall dürften diese Preisverhältnisse die Spekulationslust der Anleger weiter anheizen.In dieses Szenario passt auch die Nachricht vom Montag vergangener Woche. Der australisch-britische Bergbauriese Rio Tinto (www.riotinto.com), seines Zeichens weltweit größter Aluminiumproduzent, will sein Preissystem für Aluminiumoxid (Tonerde) ändern.

Aluminiumoxid/Tonerde ist der Grundstoff zur Aluminiumgewinnung. Nach Aussage von Rio-Chef Tom Albanese wird der Konzern seine Preisgarantien nur noch kurzfristig abgeben, da das „alte System nicht die wahren Produktionskosten reflektiere“.

Bislang wurde Aluminium nicht nur mit hohen Rabatten verkauft, sondern auch mit großzügigen Preisgarantien. Bleibt die Frage, ob sich Rio Tinto mit diesem neuen Vertragsmodell nicht ebenso ins eigene Fleisch schneidet, wie seinerzeit Konkurrent BHP Billiton.

Der hatte mit Laufzeitverkürzungen von 12 auf 3 Monate die Eisenerzpreise in die Höhe treiben wollen – was ihm aber nur vorübergehend gelang.

Am Freitagvormittag notierte Aluminium an der LME mit 2.323,50 $/t.

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