Gut versorgter Markt: Aktuell herrscht kein Mangel an Seltenen Erden

Gut versorgter Markt: Aktuell herrscht kein Mangel an Seltenen Erden

2010 und 2011 setzte China, der weltgrößte Produzent von Seltenen Erden, noch auf Abschottung und Exportquoten. Das hat sich zwischenzeitlich geändert. Warum es bei Seltenen Erden heute keinen Mangel mehr gibt und was das für den Einkauf bedeutet, erfahren Sie hier.Diese Oxide, abgekürzt REO, sind ein Sammelbegriff für 17 Metalle der 3. Gruppe des Periodensystems. Die Wortschöpfung „Seltene Erden“ (auch Seltenerd- oder Sondermetalle genannt) stammt noch aus den Anfängen der globalen Industrialisierung um die vorige Jahrhundertwende.

Zu jener Zeit wurden Indium, Tellur, Ruthenium usw. zum 1. Mal in seltenen Mineralien gefunden und nachfolgend als Oxide isoliert. Diese Oxide hie-ßen damals noch „Erden“.

China ist heute Marktführer

Bis weit in die 1980er Jahre wurde der Markt für Seltene Erden von den USA dominiert. Danach hat China mit seinen zahlreichen Erzvorkommen die Marktführerschaft übernommen.

Mit dazu beigetragen haben unter anderem niedrige Löhne und fehlende Umweltschutzvorschriften. Chinas Marktführerschaft erreichte zeitweise 97 % der Weltproduktion; gegenwärtig sind es geschätzte 85 %. Chinas Statistikbehörden nennen allerdings immer noch gut 95 %.

Seltene Erden sind an Vielfalt nicht zu übertreffen

Dass Hersteller technischer, besonders elektrischer und elektronischer, Produkte Seltenerdmetalle heutzutage besonders nachfragen, erklärt sich von selbst.

So verliert zum Beispiel Lanthan bei sehr niedrigen Temperaturen jeglichen elektrischen Widerstand, eine Eigenschaft, die das Metalloxid bei der Herstellung von Supraleitern, Metalllegierungen und Spezialgläsern unentbehrlich macht.

Damals wurden besonders Unternehmen der Elektronikbranche nervös, in Deutschland zum Beispiel Bosch. Dem Elektroriesen fehlte seinerzeit für die Herstellung von Dauermagneten das Vormaterial Neodym.

Für dieses Seltenerdmetall kann die Volksrepublik ein regelrechtes Monopol für sich beanspruchen. Rund 90 % der geschätzten Weltjahresproduktion gehen auf das Konto chinesischer Minen. Ganz ähnlich wie bei Promethium, ca. 85 %.

Bis 2035 ist die Rohstoffversorgung gesichert

Gegenwärtig herrscht an Seltenen Erden kein Mangel und die Rohstoffversorgung für Mittelständler ist erst einmal gesichert. In einer aktuellen Meldung weist die staatliche Deutsche Rohstoffagentur (DERA) allerdings darauf hin, dass diese Sicherheit gefährdet sei, sollten sich die Zukunftstechnologien wie Windkraft, Fotovoltaik und Elektromobilität weiterhin so rasant entwickeln wie bisher.

Dann könnte die Versorgung für Lithium, Rhenium, Terbium oder Dysprosium in absehbarer Zeit nicht mehr gewährleistet sein. Spätestens im Jahr 2035, so die DERA-Experten weiter, könnte der Bedarf an diesen Ressourcen mehr als das Doppelte der heutigen globalen Primärproduktion ausmachen.

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