Palladium: Platins kleine Schwester

Da sich die beiden Edelmetalle Palladium und Platin in ihren Eigenschaften sehr ähneln, nicht aber im Preis, wird Palladium immer häufiger als Substitut eingesetzt.Bei der Palladium-Förderung kommt Russland eine dominante Rolle zu, stammen doch über 40 % des Materials aus Sibirien. In Australien, Äthiopien sowie in Nordund Südamerika sind die Vorkommen so gut wie erschöpft.

Hauptabnehmer sind die Autoindustrie (Abgaskatalysatoren) und die Medizintechnik (Implantate), gefolgt von der Schmuck- und Chemieindustrie (Zusatzmittel).

Die Preise befinden sich seit Monaten im Steigflug. Die Höchstmarke von 389,50 $/Feinunze dürfte da nur ein Zwischenstopp gewesen sein. Vor allem die wieder angesprungene Autonachfrage in China gibt dem Palladium-Preis weiteren Auftrieb.

Mittelfristig dürften 400 $/oz. und mehr durchaus drin sein. Abzuwarten bleibt die Entwicklung in Russland. Denn der weltweit größte Nickel- und Palladiumproduzent Norilsk Nickel ( www.nornik.ru/en ) hat in Nordnorwegen nicht nur teure Umweltauflagen zu erfüllen, spätestens ab 2011 sollen die russischen Vorräte auch deutlich zurückgehen. Norilsk ist der bedeutendste Palladium-Produzent (Weltanteil knapp 28 %).