Preisentwicklungen Rohstoffe: Wege aus dem Chaos

Betroffen vom Rohstoffpreis-Chaos sind alle Unternehmen: Der Bäckerbetrieb leidet unter 20 Prozent höheren Einkaufspreisen für Weizen, dem Autozulieferer ruinieren die schwankenden Preise für Aluminium die Grundlage seiner Kalkulation.Steigende Rohstoffpreise belasten ebenso wie schwankende Rohstoffpreise.

Einige Methoden, diesen Druck zu mindern: Bauen Sie neue Lieferanten auf und verhandeln Sie länger laufende Verträge. Beseitigen Sie ein altes Problem: den schlecht geschulten Einkauf. Viele Unternehmen geben für Vertriebsschulung zehnmal mehr aus als für Schulungen der Einkäufer. Investitionen in Schulungen für Einkäufer bringen eine hohe Rendite.

Denn, so der Fachinformationsdienst „TrendScanner” : Schlauerer Einkauf bedeutet bessere Preise von den Lieferanten! Aber es gibt auch Anwender unkonventioneller Methoden, von denen Sie lernen können:

Ein mittelständischer Saftproduzent, den der TrendScanner kürzlich analysierte, koppelt sich von den ständig steigenden Preisen des Apfelsaft-Konzentrats ab. In Polen werden firmeneigene Apfelplantagen aufgebaut.

Autozulieferer Woco ist zu klein, um beim Einkauf von Kunststoffgranulat Mengenrabatte zu erzielen (Volumen: 200 Mio. Euro p. a.). Abhilfe des Einkaufsmanagers Johannes Nix: Er schließt sich mit den Einkäufern aus Kollegenfirmen zusammen. Sie poolen ihren Einkauf und erzielen so Mengenrabatte.

Der Mittelständler Gissinger GmbH sichert den Aluminium- Einkauf mit einer Wette bei der Commerzbank ab (sog. Rohwaren-Swap). Sie garantiert für ein Jahr einen Festpreis für den Alu-Einkauf. Steigt der Markt- über den vereinbarten Festpreis, trägt die Bank das Risiko. Sinkt der Marktpreis darunter, gewinnt die Bank.

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