Seltene Erden: China hat das Sagen

Molybdän, Niob & Co. sind das Rückgrat unserer Hightech-Gesellschaft. Ihretwegen wird auch der nächste Rohstoffkonflikt ausbrechen. Die EU schlägt bereits Alarm. Wurden 2006 in Europa nur rund 4.000 t von diesen Metallen für neue Technologien benötigt, werden es in 20 Jahren knapp 30.000 t sein. Kapazitäten, die bis dato kein Bergbaubetrieb stemmen kann.Ohne Seltene Erden können Europas Unternehmen aber keine Solaranlagen mehr herstellen, keine Medizintechnik und keine Autos. Mindestens ebenso problematisch wie die Fördermengen sind die Förderländer: durchweg Staaten mit instabilen oder diktaturnahen Regierungen, wie die Republik Kongo, Bolivien – und China! 95 % der Weltproduktion gehen an das Riesenreich.

Eine Vormachtstellung, die Peking auch zu nutzen weiß. Partei und Regierung stoppten bspw. den Export Seltener Erden für das 4. Quartal 2010 komplett. Die EU hat gegen diese Embargopolitik zwar bei der WTO geklagt, angesichts der Machtverhältnisse dürfte sich die Genfer Organisation aber als Papiertiger erweisen.

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