Stahl: Überangebot in China!

Die Stahlproduktion in China stieg während der ersten zehn Tage des Novembers um zwei Prozent gegenüber Oktober. Wenn dies auch noch keinen spektakulären Wert darstellt, so muss man ihn doch zwischen den Zeilen interpretieren.Es zeigt sich, dass die Bemühungen der chinesischen Regierung abnehmen, die energieintensiven Branchen zu drosseln.

Laut aktueller Informationen wird bei Stahl nicht mehr so hart durchgegriffen wie noch vor einigen Wochen. Zudem zeigen Hochrechnungen der Analysten, dass China in den ersten zehn Monaten dieses Jahres etwa 630 Millionen Tonnen an Rohstahl produziert hat.

Dem gegenüber steht jedoch nur eine Nachfrage von 550 Millionen Tonnen. Hier zeigt sich bereits, dass ein deutliches Überangebot vorhanden ist. Zudem liegen die Produktionswerte auf besorgniserregenden Niveaus. Hier droht eine Blase zu entstehen, da zu viele Firmen Stahl produzieren.

Händler der FORTIS Bank gehen davon aus, dass ein großer Teil der Überschüsse über Exporte abgebaut werden wird. Dies drückt auf die globalen Preise und dürfte Stahl weiterhin an der LME im Bereich der Marke von 500 US-Dollar und darunter halten.

Der Preis für Eisenerz notiert nach wie vor bei knapp 170 US-Dollar pro Tonne. Dies entspricht einem 6,5-Monats-Hoch. Verantwortlich für die hohen Preise sei eine robuste chinesische Nachfrage (aufgrund der hohen Stahlproduktion) sowie eine deutliche Einschränkung der indischen Exporte.

Ausblick:
Wir ändern nichts an der Einschätzung, dass Stahl mittelfristig wieder fallen wird – aufgrund eines zu hohen globalen Angebots und einer noch zu geringen Nachfrage.

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