Diese 4 Tipps helfen Ihnen, wenn Sie sich öfter ablenken lassen

Wie zerstörerisch Unterbrechungen wirken können,weiß man spätestens seit dem Mittelalter. Eine oft praktizierte Foltermethode war damals, die Delinquenten in der Nacht immer wieder zu wecken. Die Folterknechte unterbrachen also ganz bewusst ihren Schlaf, um ihren Lebensrhythmus durcheinander zu bringen.

Wenngleich das Mittelalter, zumindest in unseren Breiten, längst Vergangenheit ist: Störungen und Unterbrechungen sind in Büros und Unternehmen weiterhin aktuell – quasi als Foltermethode der Neuzeit. Heute haben sich iPhone & Co. zu kleinen Tyrannen entwickelt: ob es nun das neueste WhatsApp-Foto vom Wochenendausflug oder die Spam-Nachricht eines Versicherungsmaklers ist.

„Fragmentierung“ nennt Dietrich Manzey, Professor am Lehrstuhl für Arbeits-, Ingenieur- und Organisationspsychologie an der TU Berlin, dieses Zerfasern des Arbeitstages. Unterbrechungen wirkten wie das Stoppen einer Maschine, erläutert er. Bevor sie wieder mit vollen Touren laufen würde, verginge nicht nur viel Zeit, dieses erneute Hochfahren verbrauche auch doppelt so viel Energie. Alles in allem Dauerbelastungen, die Körper und Geist nicht gut bekommen.

Job und Arbeitstag sollten Sie deshalb eine klare Struktur verpassen, rät Prof. Manzey. Und das sind seine Tipps:

  1. Löschen Sie die Anzeigefunktion von E-Mails auf Ihrem Bildschirm.
  2. Lesen Sie E-Mails nur noch im Block, zum Beispiel jede Stunde.
  3. Verfahren Sie genauso mit Ihrem Smartphone. Schalten Sie es für bestimmte Zeitintervalle (z. B. Stoßzeiten am Vormittag) aus oder wenigstens stumm.
  4. Arbeiten Sie nach dem Gesetz des Rhythmus. Einen naturgegebenen Takt hat im Grunde jeder in sich. Er ist den meisten Menschen nur abhanden gekommen. Und dieser Takt heißt: eine Arbeit beginnen, eine Arbeit durchführen, eine Arbeit abschließen.