Körpersprache: Wie viel Abstand ist optimal?

Ob viel oder wenig Platz, jeder Mensch zieht immer und überall einen imaginären Schutzkreis um sich, die so genannte Distanzzone. Sie ist ein verhaltenspsychologisches Überbleibsel aus dem Tierreich. Nutzen Sie diese Distanzzone bei Ihren Verhandlungen und Gesprächen. Als Faustregel gilt: Je vertrauter Ihnen der Verkäufer oder Mitarbeiter ist, umso geringer ist dessen Abstandsbedürfnis!In der Umkehrung trifft das natürlich auch auf Sie zu. In der Verhaltenspsychologie werden grundsätzlich 4 Distanzzonen unterschieden:

1. Intime Zone

Sie ist in Mitteleuropa engen Freunden und Verwandten vorbehalten; sie beginnt ca. 50 cm vor und endet 50 cm hinter einer Person. Seitlich ist die Intimzone etwas kleiner.
Praxis-Tipp: Einem Verhandlungsrüpel können Sie aber durchaus zeigen, was Sache ist, indem Sie den Verunsicherungseffekt nutzen und hemmungslos in seine intime Zone eindringen.

2. Persönliche Zone (auch Partydistanz genannt)

Sie schließt sich an die Intimzone an und reicht bis etwa 1 m. Bei Gesprächen sind Ihnen in diesem Bereich Händeschütteln oder Sympathiegesten erlaubt.

3. Gesellschaftliche Zone (Standarddistanz)
Sie bewegt sich zwischen 1 und 2 m und ist das ideale Maß für Ihre Einkaufsverhandlung. Durch ein Vorbeugen oder Zurückweichen Ihres Körpers können Sie die Distanz erhöhen (Ablehnung) oder verringern (Zustimmung).

4. Öffentliche Zone, die Höflichkeitsdistanz

2 m und mehr. Halten Sie sie unbedingt ein, wenn z. B. Ihre Verhandlungspartner telefonieren oder Rücksprache mit ihrem Team halten müssen.

Beachten Sie: Je nach Kulturkreis werden Distanzen unterschiedlich empfunden. Nordeuropäer brauchen z. B. eine große Verhandlungsdistanz.

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