Schrottpreise und ihre Einflussfaktoren

Schrott ist ein Wertstoff, der auch als Sekundärrohstoff bezeichnet wird. Schrott entsteht, wenn Metallerzeugnisse wie Fahrräder, Mobile aller Art (Auto, Flugzeug, Schiffe) oder Geräte verschrottet werden. Dies geschieht in der Regel nach der Nutzungszeit des jeweiligen zu verschrottenden Gegenstands. Im modernen Sprachgebrauch könnte man hierzu auch Recycling sagen.

Konkret bedeutet das: Ein Automobil kann nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden, daher wird es verschrottet und die einzelnen Bestandteile werden im weiteren Verlauf als Wertstoff z. B. für den Bau von Kinderspielplätzen eingesetzt. Für alle Metalle gibt es bewährte Recycling-Verfahren. Schrott wird auch aus Gründen der Kostenersparnis „hergestellt“. Denn Rohstoffe zu verarbeiten ist meist teurer, als vorhandenes Edelmetall zu recyceln.

Schrott-Recycling

Ein aktuelles Beispiel für das Recycling von Edelmetallen ist Apple. Im März 2016 stellte Apple während einer Produktpräsentation etwas für ein Consumer-Unternehmen völlig Ungewöhnliches vor: nicht etwa ein neues iPhone/iPad oder ein neues Mac-Modell sorgten für den Aha-Effekt, sondern „Liam“. Liam ist ein Roboter, der speziell iPhones dekonstruiert und die Teile separieren kann, um so die Bestandteile für Reparaturen zu nutzen (Schrauben, Displays) oder sie zu recyceln (Aluminium, Gold oder Silizium).

Schrottpreise spielen in Zukunft eine immer wichtigere Rolle. Politische Faktoren wie die aktuellen Protektionismus-Tendenzen oder wirtschaftliche Ursachen, etwa Rohstoffe, deren natürliche Vorkommen erschöpft sind, werden die Preise für Schrott auf lange Sicht deutlich prägen. Auch die steigenden Umweltansprüche durch Politik und Gesellschaft beeinflussen die Schrottpreise.

Hat Schrott-Recycling Zukunft? Stellen Sie sich vor, dass Sie Ihren Energiebedarf zu 100 % mit erneuerbaren Energien decken – und Ihren Rohstoffbedarf für die Produktion zu 100 % mit Schrott. Unvorstellbar? Heute vielleicht … aber morgen schon kann das Realität sein. Grund genug, sich jetzt schon damit auseinanderzusetzen.

Die Schrott-Kette: Schrott bleibt kein Schrott

Die Wiederverwertung von Schrott läuft folgendermaßen ab:

  1. Der metallhaltige Abfall wird entsorgt: Schrotthändler sammeln den Schrott ein oder Schrottbesitzer fahren ihn zu einer Sammelstelle. In beiden Fällen landet der Schrott auf Sammelhöfen – den klassischen Schrottplätzen.
  2. Der Schrottplatzbetreiber startet nach der Anlieferung mit der Reinigung und der Sortierung nach Schrottarten wie Mischschrott oder Kupferschrott. Je reiner der Schrott ist, desto besser auch die Preisentwicklung und die Abnahmewahrscheinlichkeit.
  3. Nach der Aufarbeitung am Schrottsammelplatz geht der Schrott an einen Schrottgroßhändler. Auf deren Websites können Sie meist die für ihren Betrieb aktuellen Schrottpreise, sortiert nach Schrottarten, nachlesen. Da es Schrottarten gibt, die nach bis zu 40 Spezifikationen geordnet werden können, kann die Kette der Händler aus 4 oder 5 Unternehmen bestehen.
  4. Am Ende der Kette steht meist ein metallverarbeitendes Industrieunternehmen, das aus dem gekauften Schrott neue Waren produziert.

Die Stellung von Schrott in der Industrie ist zunehmend gleichbedeutend mit der Herstellung von beispielsweise Eisenerz. Daher sollten Sie die Preisentwicklung auf dem Schrottmarkt auch im Hinblick auf Verhandlungen mit Teillieferanten immer im Blick haben.

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Diese Faktoren haben Einfluss auf die Schrottpreise

Stahlschrottpreise in der Entwicklung (Quelle: www.stahlpreise.eu)

Die Schrotthändler freuen sich schon seit einigen Jahren über sehr gute Geschäfte. Die Schrottpreise steigen und das Bewusstsein der Verbraucher für den Wert des Schrotts wächst. So werden immer mehr „versteckte Rohstoffe“ in Altgeräten identifiziert, die dann gewinnbringend verkauft werden können. Schrottpreise werden von den unterschiedlichsten Faktoren beeinflusst.

Wichtigster Faktor ist zunächst die Schrottart – Mischschrott und Reinschrott erzielen unterschiedliche Schrottpreise. Aber auch die Preise verschiedener Reinschrottarten (Aluminiumschrott oder Kupferschrott) sind sehr unterschiedlich. Die wichtigsten Faktoren zu Schrottpreisbildung sind:

  • Art & Qualität des Schrotts
  • Nachfrage und Menge am Markt

So wirkt sich die Schrottart auf den Preis aus

Auch die Art des Schrotts ist entscheidend: So ist war 2014 etwa Kupfer wieder sehr stark gefragt (Quelle: N-TV.de: „Kupferpreis kommt zurück“). Folglich lagen die Preise von Kupfer deutlich über denen von Blei oder Zinn. Allerdings kann sich die Nachfrage ständig ändern, was zur Folge hat, dass die Schrottpreise stetig Schwankungen unterliegen. Endverbraucher, die ihren Schrott verkaufen wollen, sollten die Entwicklung der Schrottpreise beobachten, um einen günstigen Moment für den Verkauf des Schrotts abzupassen. Unter anderem gibt es diese Arten von Schrott:

  • Mischschrott
  • magnetischer Schrott (bis zu 3 mm dick)
  • Scherenschrott / Gussschrott
  • Aluminiumschrott ohne Anhaftung / mit max. 5 % Anhaftung
  • Altblei
  • Edelstahlschrott
  • Elektromotoren
  • Hartmetall
  • Kupferschrott
  • Kupferkabelschrott ohne Stecker
  • Kupferkabelschrott mit Stecker
  • Messingschrott
  • Zinnschrott (Lötzinn, Teller)
  • Aluminiumkabel
  • Cu-Millberry (abisolierter Kupferdraht)

Der Faktor Schrottqualität

Kann man bei Schrott überhaupt von Qualität sprechen? Ja, denn hier geht es nicht um die nicht mehr vorhandene Funktionstüchtigkeit der Geräte und Maschinen. Eine hohe Schrottqualität ist gegeben, wenn der Schrott möglichst wenige Verunreinigungen aufweist.

Metalle werden häufig in Form von Legierungen eingesetzt. Dabei werden hochwertige Metalle mit minderwertigen versetzt, um bessere Eigenschaften zu erzielen. Für den Schrotthändler bedeutet das jedoch mehr Aufwand bei der Trennung der einzelnen Metalle, was sich negativ auf die Schrottpreise auswirkt. Die Reinheit bestimmt also Schrottpreise mit.

Praxis-Tipp: Dasselbe gilt auch für den Verkauf von Schrott aus Ihrer Produktion! Sind viele andere Metalle an den gewünschten Schrott gebunden, so ist der Aufwand höher, diesen Schrott zu trennen. Die Attraktivität für Käufer sinkt.

Wie Angebot und Nachfrage den Schrottpreis beeinflussen

Maßgeblich wirken sich Angebot und Nachfrage nach bestimmten Metallen wie Kupfer, Zinn, Messing etc. auf den Schrottpreis aus, da diese häufig im Schrott enthalten sind. Es ist einfacher, diese Metalle aus Schrott wiederzugewinnen und dem Wirtschaftskreislauf erneut zuzuführen, als sie abzubauen. Ganz nebenbei handelt es sich um endliche oder schwer zu hebende Ressourcen, das heißt, dass eine steigende Nachfrage nicht allein durch Metallgewinnung befriedigt werden kann.

Die Nachfrage nach recyceltem Schrott ist also groß. Diese erhöhte Nachfrage macht sich an den Rohstoffbörsen bemerkbar, wo für bestimmte Metalle immer höhere Preise gezahlt werden. Insbesondere die gestiegene Rohstoffnachfrage in den Schwellenländern, wie etwa Indien und China, ist für die hohen Schrottpreise verantwortlich. Die Schrottpreise, wie auch alle anderen Rohstoffpreise, sind von Gegebenheiten an den internationalen Märkten abhängig.

Ganz simpel ausgedrückt: Je höher die Nachfrage, desto höher auch die Schrottpreise. Ist eine begehrte Schrottart nur in begrenzter Menge vorhanden, dann treibt dies die jeweiligen Schrottpreise immer weiter in die Höhe. Dabei gibt es durchaus tagesaktuelle Schwankungen, denn weder das Angebot noch die Nachfrage ist ständig gleich hoch. So kann es vorkommen, dass die Schrottpreise beispielsweise für Edelstahl von einem Tag auf den anderen steigen bzw. sinken. Ein- und Verkäufer müssen den Markt also stets im Auge behalten, um sich gute Preise zu sichern.

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